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Grundschule wird zum App-Entwickler

Mit dem Stiftehersteller Online aus Neumarkt erarbeitete die Grundschule Offenstetten eine Schreib-Lern-App für den Unterricht mit iPad und Co.

 

Offenstetten. Paula greift nach dem Füller mit der rosafarbenen Kappe und beugt sich über die Schreibunterlage. Die Spitze des Stifts gleitet über den Untergrund. Auf und ab und auf und ab. Im Maul eines Krokodils gilt es, die Zacken der Zähne nachzufahren. Mit dieser und ähnlichen Übungen sind auch bislang die Abc-Schützen in die Welt des Schreibens eingetaucht.

Der Stift, den die siebenjährige Paula und ihr Mitschüler Luan aus der 2c der Grundschule in Offenstetten in Händen halten, ist kein gewöhnlicher Füller. Er heißt Switch und kann sprichwörtlich zwischen zwei Welten hin- und herswitchen. An dem einen Ende sieht er aus, wie man es von einem Füller erwartet, am anderen hat er eine softe Spitze aus einem speziellen Kunststoff. Sie ist leitfähig und für den Einsatz auf einem Tablet-PC konstruiert. Ein solcher ersetzt gerade das Papier bei Paulas Schreibübung.

Paula und Luan beim „Fein-Tuning“

Paula und Luan sind die ersten Grundschüler, die den Stift in Händen halten und testen. Denn die Grundschule entwickelt zusammen mit der Firma Online aus Neumarkt in der Oberpfalz die dazugehörige kostenlose App. Beides soll im Mai auf den Markt kommen. Doch bevor es soweit ist, ist noch einiges an „Fein-Tuning“ fällig. Um Probleme zu besprechen und die Funktion der App zu testen, sitzen Rektorin Liane Köppl, Paulas Klassenlehrerin Eva Wühr, Online-Geschäftsführerin Alexandra Batsch und zwei ihrer Mitarbeiterinnen in Köppls Büro zusammen. Schließlich soll die Anwendungssoftware rund laufen und den Anforderungen in der Schule gerecht werden. Seit zwei Jahren wird sie entwickelt.

Dass die Schule dabei mitarbeiten wollte, war für die Rektorin schnell klar. Denn: Seit diesem Schuljahr ist die Grundschule im Abensberger Ortsteil als einzige im Landkreis Kelheim so genannte „Referenzschule für Medienbildung“. Dies ist ein fächerübergreifendes Modellprojekt für alle Jahrgangsstufen. Es soll die Medienkompetenz der Kinder stärken und die Schule später zum Multiplikator für andere Schulen in der Region machen, erklärt Liane Köppl. Bald wird es in ihrem Haus auch die erste iPad-Klasse geben.

 

 

 

 Bild und Text von Beate Weigert, MZ

 


Nur eines ändert sich auch beim „digitalen“ Füller nicht: Mädchen im Alter von Paula greifen lieber zum rosafarbenen Schreibgerät.  Fotos: Weigert

Nur eines ändert sich auch beim „digitalen“ Füller nicht: Mädchen im Alter von Paula greifen lieber zum rosafarbenen Schreibgerät.  Fotos: Weigert


Nur eines ändert sich auch beim „digitalen“ Füller nicht: Mädchen im Alter von Paula greifen lieber zum rosafarbenen Schreibgerät.  Fotos: Weigert


Nur eines ändert sich auch beim „digitalen“ Füller nicht: Mädchen im Alter von Paula greifen lieber zum rosafarbenen Schreibgerät.  Fotos: Weigert